Ku'damm 59 - Unser Review zur Premiere

Volles Haus und jede Menge Promi-Power. Die Premiere des Musicals “Ku’damm 59” hatte es in sich und begeisterte gleichermaßen mit einer feministischen Geschichte und einer Liebeserklärung an die Hauptstadt.

Inhalt

“Ku’damm 59”: Eine Ode an Berlin und die Emanzipation der Frauen

Die gut 1.700 Zuschauer im Stage Theater des Westens hielt es kaum auf ihren Sitzen und das Ensemble der mit Spannung erwarteten Produktion „Ku’damm 59“ feierte eine glanzvolle Premiere. Der Cast und die Verantwortliche hatte das Publikum zuvor in die aufregende Welt von “Ku’damm 59” entführt, einem Musical, das nicht nur die Herzen der Zuschauer eroberte, sondern auch die kulturelle Landschaft Berlins bereichert.

Unter der kreativen Leitung von Peter Plate und Ulf Leo Sommer sowie der einfallsreichen Regie von Christoph Drewitz erwachte der Kurfürstendamm zu neuem Leben und erstrahlte im Gewand der pulsierenden “LIEBMICHALLEE”.

Die Brillanz der mehrfach mit einem Grimme-Preis prämierten Annette Hess spiegelte sich in der von ihr konzipierten Storyline zum Musical wider und zusammen mit der mitreißenden Musik und den ergreifenden Texten von Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Joshua Lange gelang in der Folge etwas ganz Besonderes: ein Musicalerlebnis, das alle Generationen anspricht. Erzählt wird nicht nur eine Geschichte, die unterhält, sondern auch zum Nachdenken über die gesellschaftlichen Umbrüche der Nachkriegszeit anregt.

“Ku’damm 59” knüpft dort an, wo “Ku’damm 56” aufgehört hat

“Ku’damm 59” knüpft nahtlos an den Erfolg seines Vorgängers “Ku’damm 56” an und setzt wohl den ein oder anderen neuen Maßstabe für sein Genre. Die talentierte Besetzung unter dem Lead von Katja Uhlig als Caterina Schöllack und Steffi Irmen als Frau Moser verzauberte das Publikum mit ihren tiefgründigen und komödiantischen Darbietungen. Celina dos Santos brilliert in der Rolle der rebellischen Tochter Monika Schöllack und eroberte die Herzen der Zuschauer mit ihrer beeindruckenden und gehaltvollen Stimme sowie ihrem eindringlichen Spiel.

Ein Höhepunkt des Abends war zweifellos die Zugabe “Marie läuft Amok”, die das Publikum zu stehenden Ovationen inspirierte und die emotionale Intensität des Musicals auf den Höhepunkt trieb. Prominente Persönlichkeiten wie Schauspielerinnen Maria Furtwängler, Heike Makatsch und die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey lobten das Stück für seine feministische Perspektive und die kraftvolle Darstellung der Frauenrollen. Die Verbindung von Geschichte und Musikalität wurde von Künstlern wie Tom Wlaschiha und Max Raabe gelobt, die die Vielfalt und Originalität des Stücks hervorhoben.

Das dreistündige Musical fesselte die Zuschauer mit seiner vielschichtigen Handlung, die die Herausforderungen der Emanzipation und Selbstbestimmung im Nachkriegsdeutschland der 1950er-Jahre einfühlsam beleuchtete. Die Verwendung eines schlichten Bühnenbilds und junger Darsteller verlieh der Inszenierung eine besondere Authentizität und Frische, die das Publikum in die Welt von “Ku’damm 59” eintauchen ließ.

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Zwischen Historien-Spiel und künstlerischer Liebeserklärung an Berlin

Das Musical selbst ist aber neben einer „bloßen“ Historie auch eine Liebeserklärung an das Theater und an Berlin selbst. Es ist ein Meisterwerk, das das Erbe seines Vorgängers würdig fortsetzt und gleichzeitig neue Akzente setzt. Seine beeindruckende Laufzeit von satten drei Stunden bleibt stets kurzweilig, auch in den eher melancholischen Momenten und macht das Musical somit zu einem mitreißenden Erlebnis.

In den verkrusteten gesellschaftlichen Strukturen im Nachkriegsdeutschland der 1950er-Jahre kämpfen die Charaktere von “Ku’damm 59” um Emanzipation und Selbstbestimmung. Diese Themen sind zeitlos und berühren auch heute noch die Herzen der Zuschauer, während sie sich mit den Herausforderungen und Triumphen der Figuren identifizieren. Exemplarisch lässt sich hier der „Kampf“ Evas nennen, die ihren Führerschein machen möchte, um sich freier bewegen zu können. Ihr Gatte – Professor Fassbender – findet dies freilich weniger prickelnd und sieht seine Frau bereits auf dem Weg zur „Liederlichkeit.“

Die Stimmen zur Premiere

  • Maria Furtwängler (Schauspielerin):
    „Absolut der Hammer! Kann locker mit dem Broadway mithalten, ein feministisches Manifest.“

  • Heike Makatsch (Schauspielerin):
    „Ich finde es toll, wie sich die Geschichten ineinander verweben und auch das Ganze geschichtlich stark eingeordnet wird.“

  • Franziska Giffey (Wirtschaftssenatorin Berlin):
    „Was einen wirklich berührt ist diese Sicht auf Frauen, deren Rolle und wieviel damals selbstverständlich war.“

  • Tom Wlaschiha (Schauspieler und Synchronsprecher):
    „Sensationell gut! Sehr originell, tolle Rhythmen, toll gespielt, toll gesungen. Macht richtig gute Laune!“

  • Max Raabe (Sänger):
    „Ich bin total überwältigt. Es ist wirklich so abwechslungsreich.“

  • Sabin Tambrea (Theaterschauspieler):
    „Mitreißend und sie haben es mal wieder geschafft sich zu übertreffen.“

  • Margot Friedländer (Bundesverdienstkreuzträgerin):
    „Und so kann man nur sagen, dass man hofft, dass Menschen von diesen Menschen lernen.“

Die Macher selbst zeigten sich von der gelungenen Premiere hochzufrieden und erklärten via Pressemitteilung: „Wir bedanken uns bei allen, die an diesem Musical mitgearbeitet haben–mehr als 200 Menschenhaben in den letzten Wochen Tag und Nacht alles gegeben-und natürlich bei all unseren Besuchern–wir sind mehr als glücklich“, äußerten Peter Plate und Ulf Leo Sommer.

„Ku’damm 59“ läuft seit dem 7. Mai im Stage Theater des Westens in Berlin täglich (außer Montag).

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